Klimaschutzmaßnahmen

Kommunale Klimaschutzmaßnahmen können sehr vielfältig sein. Die nachfolgende Maßnahmenliste basiert auf einer Good-Practice-Recherche kommunaler Klimaschutzmaßnahmen durch das Wuppertal Institut.

Mobilität

Kommunales Fuhrparkmanagement und Beschaffung
  • Umrüstung des Kommunalen Fuhrparks bei den benzinbetriebenen Fahrzeugen auf Flüssiggas (Autogas)
  • Ausstattung der Fahrzeuge des Kommunalen Fuhrparks mit rollwider-standsarmen Reifen
  • Einsatz von Leichtlaufölen in den Fahrzeugen des städtischen Fuhrparks
  • Schulung des Personals zu kraftstoffsparendem Fahren
  • Zentrales Fuhrpark- und Beschaffungsmamagement für alle städtischen Ämter und Betriebe
  • Anschaffung (Kauf oder Leasing) kraftstoffsparender Neufahrzeuge (Erdgasfahrzeuge)
  • Einrichtung eines Arbeitskreises "Umweltschonendes Fuhrparkmanangement"
ÖPNV
  • Ausbau ÖPNV-Infrastruktur (verbesserte Linienführung, bessere Ausstattung / Komfort von Fahrzeugen und Haltestellen)
  • Steigerung der Kundenzufriedenheit (Pünktlichkeits- und Anschlussgarantien) > keine umfangreichen Infrastruktur-maßnahmen, sondern schnell und leicht umsetzbare Maßnahmen zur Attraktivitätssteigerung
  • Ortsspezifische Information von Neubürgern über bestehende ÖPNV-Angebote
  • Ortsspezifische Information von Personen, die ihr Auto an- oder ummelden über bestehende ÖPNV-Angebote
  • Einbindung der Bürger in die ÖPNV-Planung (Fahrgastbefragungen und Befragung von Nicht-Kunden)
  • Beschleunigungsmaßnahmen / Vorrangschaltung für ÖPNV-Fahrzeuge
  • Arbeitskreis ÖPNV: Kooperation von ÖPNV-Aufgabenträgern, Verkehrsunternehmen, Schulträgern
  • Erleichterung der Fahrradmitnahme in Fahrzeugen des ÖPNV
  • Einrichtung "Runder Tisch ÖPNV", Einbindung aller relevanten Akteure (Planung, Verkehrsunternehmen, Schulträger, Fahrgastbeiräte, Fahrgastverbände, relevante Verkehrs- und Umweltverbände)
Stadt- und Verkehrsplanung
  • Integrierte Stadt- und Verkehrsplanung (ISVP)
  • Einbindung der Bürger in die Stadt- und Verkehrsplanung
  • Ausbau Fußverkehrsinfrastruktur
  • Förderung autofreien Wohnens
  • Änderung der Stellplatzsatzung
  • Ausbau Radverkehrsinfrastruktur (Fahrradstreifen, Fahrradstraßen, Radstationen, Beseitigung von Netzlücken)
Kommunales Mobilitätsmanagement
  • Stadtlogistik: Organisation von Güterverkehrsfahrten zur Optimierung von Auslastung und Minimierung der Fahrtenanzahl
  • Einführung von Jobtickets für städtische Angestellte
  • Finanzielle Unterstützung städtischer Angestellter beim Jobticket
  • Bereitstellung von Dienstfahrrädern
  • Förderung des Umweltverbundes im Beschäftigtenverkehr
  • Bewirtschaftung städtischer Parkplätze
  • Förderung der Fahrradnutzung im Beschäftigtenverkehr
  • Dienstreisemanagement: Förderung der Nutzung klimaschonender Verkehrsmittel bei Dienstreisen
  • Informations- und Aufklärungskampagnen
  • Verkehrs- und Mobilitätserziehung ("ÖPNV-Erziehung")
  • Förderprogramm Erdgasfahrzeuge
  • Förderprogramm Autogasfahrzeuge
Verkehrsorganisation
  • Freies oder kostenreduziertes Parken für neu zugelassene besonders verbrauchsarme Fahrzeuge
  • Restriktionen: Tempolimits, Fahrverbote, City-Maut, Überwachung
  • Vereinbarung von Klimaschutzzielen mit größeren Unternehmen Energie / Strom / Wärme
  • Energiedienstleistungsoffensive
  • Förderprogramme für Effizienztechnik

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Förderung Erneuerbarer Energien und Energieeffizienz

Geothermie
  • Förderprogramm Erdwärme, oberflächennahe Geothermie
  • Errichtung einer Geothermie-Anlage
  • Prüfung der wirtschaftlichen Nutzbarkeit von Tiefen-Geothermie
Solarthermie
  • Zur Verfügung stellen kommunaler Dachflächen für bürgerschaftliches Engagement im Bereich "Bürger-Solar-Kraftwerk“
  • Demonstrationsprojekt "solare Nahwärme"
  • Demonstrationsanlage Photovoltaik in öffentlichem Raum mit hoher Aufmerksamkeit
  • Solarthermische Anlage für Freibad
  • Bürgercontracting (Solar & Spar)
Wasser- und Windenergie
  • Ausbau der Wasserkraftnutzung
  • Ausbau der Windenergienutzung / Repowering
Wärmeerzeugung
  • Bau und Betrieb eines EBS-Kraftwerks
  • Förderprogramm effiziente Heizungspumpen in Kombination mit hydraulischem Abgleich
  • Einsatztest für Stirlingmotor
  • Kraftwerkserneuerung, Ersatz von Kohlebefeuerten Anlagen durch moderne GuD-Anlage und Kraft-Wärme-Kopplung
  • Holzhackschnitzelheizung für öffentliche Gebäude
  • Nahwärmenetz auf Basis von Biomasse bzw. Holz aus der Region
  • Ausbau Nah- und Fernwärme (falls vorhanden)
  • Bau und Betrieb eines Pflanzenöl-BHKWs aus heimischem Anbau
  • Demonstrationsprojekt "Biogas" - Abfälle und landwirtschaftliche Produkte Biogas-BHKW
  • Klärgasnutzung / Einspeisung in das öffentliche Gasnetz
  • Klärschlammverbrennung und Nutzung der Abwärme
  • Kleine Biogas-BHKWs. Betrieb mit Bio-Dung aus Zoo, Bioabfall aus Kantinen und Gastrobetrieben
  • Programm zum verstärkten Einsatz von KWK-Anlagen in privaten Haushalten und im Gewerbe
  • Entwicklung des Angebots "Wärmeservice"
  • Sanierung der Lüftungsanlagen in kommunalen Gebäuden
  • Betrieb eines Holzenergiehofes mit Aufbereitung von (Rest)Holz aus der Region für Holzhackschnitzel, Pellets und Scheitholz
  • Förderung: Umstellung auf Erdgas
Energieeffizienz im Strombereich
  • Beleuchtungssanierung in öffentlichen Gebäuden durch effizientere Leuchten, Präsenzregler und Helligkeitssensoren
  • Installation von Einzelraumregelungssystemen für die Raumwärme (Thermostatventil schließt bei geöffnetem Fenster)
  • Strombezug: Bezug von Öko-Strom (Reg / KWK) für kommunale Liegenschaften
  • Erdgasentspannungsanlage zur
  • Stromerzeugungtromsparwettbewerb für Haushalte
  • Kostenloser Verleih von Strommessgeräten
  • Individuelle Stromsparberatung für finanziell schwache Haushalte
  • Durchführung einer Energiesparlampenaktion für Stadtwerkekunden
  • Kostenloser Verleih von Energiesparlampen
  • Steckerleisten (mit Schalter) für alle Office-Kommunikationsgeräte in kommunalen Büros anschaffen
  • Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf Strom sparende Lampentypen, beispielsweise Natriumdampf-Hochdrucklampen
  • Umrüstung der Ampelanlagen auf LED-Technik
  • Ökostrom anbieten
  • Entwicklung von speziellen Dienstleistungsangeboten für verschiedene Gewerbe, z.B. Back- und Kühltekencontracting etc.
  • Feldversuch zum Bau eines "virtuellen Kraftwerks" mit Mini-BHKWs
  • Initiierung eines Projektes "Öko Profit" für Unternehmen
  • Energiedienstleistung "Absorptionskälte" zum Ersatz von Klimaanlagen im Sommer bei großen Abnehmern
  • Programm zur rationellen Verwendung von Strom für Industrie und Gewerbe (z.B. Druckluft, Pumpenstrom)
  • Qualifizierungsmaßnahmen für Handwerker und Architekten im Bereich Bauen
  • Regelmäßiges Treffen kommunaler Unternehmensvertreter und der Stadtbetriebe (Ämter) zum Thema Energiesparen
  • Initialberatung plus Energieeffizienzinitiative im KMU
  • Trinkwasser-Druckreduzierung (falls sinnvoll) zur Stromgewinnung nutzen (wie bei Erdgasentspannungsanlage)
  • Vertragliche Festlegung von Obergrenzen für den Gesamtenergiebedarf beim Verkauf kommunaler Grundstücke

 

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Kommunales Energiemanagement

  • Einführung einer Energieverbrauchsdokumentation kommunaler Gebäude und Vergleich mit Bedarfsausweis sowie Benchmark der AGES
  • Einführung eines Energiemanagements mit Gebäudeleittechnik

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Bauleitplanung

  • Förderprogramm: kommunaler Bonus beim Kauf von städtischen Grundstücken, wenn dort besonders hoher Gebäudestandard realisiert wird (Min. Passivenergiehausstandard)
  • Solare Bauleitplanung mittels Bebauungsplänen, in denen die Nutzung erneuerbarer Energien vorgeschrieben wird. (dies geht über städtebauliche Verträge hinaus, da sie auch für die Bebauung privater Grundstücke gilt und ist rechtlich noch umstritten) -> Anschluss und Benutzungszwang Fernwärme
  • Bebauungspläne, Vorhabenpläne und Erschließungspläne auf passive Solarenergienutzung prüfen (optimale Ausrichtung der Gebäude)
  • Bebauungspläne, Vorhabenpläne und Erschließungspläne auf Kompaktheit der Gebäude prüfen
  • Festlegung von Flächen für die Nutzung erneuerbarer Energien (z.B. Freiraumsolaranlagen) im Flächennutzungsplan (als vorbereitender Bauleitplan).
  • Ausweisung von Windkraftvorranggebieten (sofern überwiegend Akzeptanz bei der Bevölkerung vermutet wird)
  • Auflagen beim Verkauf städtischer Grundstücke

 

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Beschaffungswesen

  • Förderprogramm effiziente Büro- und Kommunikationsgeräte
  • Beschaffungsrichtlinie verfassen oder ergänzen: „toptengelistet“ (www.topten.info)
  • Förderung der Prüfung, Planung und der Bauausführung bei Neubau / Sanierung bezüglich der Einhaltung energetischer Standards durch unabhängige Qualitätssicherer

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Öffentlichkeitsarbeit

  • Mitarbeiterkampagne "energiebewusstes Nutzerverhalten
  • Anreizprogramme "fifty-fifty"
  • Energiesparwettbewerb für Schulen
  • Energiesparcontracting für öffentliche Gebäude
  • Plakat-Kampagne zum Thema Klimaschutz / Energie sparen "Unserer Stadt geht ein Licht auf"
  • Durchführung / Organisation einer "Energiesparmesse" in Zusammenarbeit mit dem örtlichen Handwerk
  • Mustersanierung von Häusern / Siedlungen der kommunalen Wohnungs-wirtschaft
  • Sanierungsoffensive kommunaler Wohnungen
  • Förderung durch teilweise Kaufpreiserstattung beim Verkauf kommunaler Grundstücke, wenn energetische / ökologische Standards umgesetzt werden (Bonusprogramm).
  • Gebäudestandard für die Sanierung von kommunalen Gebäuden
  • Energetische Mustersanierung eines öffentlichen Gebäudes
  • Schulpartnerschaft zwischen Energieunternehmen und Schulen ->Klimaakademie
  • Kommunaler Energiesparscout: Qualifizierung von Langzeitarbeitslosen zum Energiesparberater für kommunale Einrichtungen mit der Möglichkeit, geringinvestive Maßnahmen sofort umsetzen zu können.
  • (Mehrsprachige) Nutzerfibel zum effizienten Umgang mit Energie
  • Netzwerkknoten im Bereich Gebäudesanierung und Gewerbe
  • Förderprogramm: "Innovationsförderung zur CO2-Reduzierung" für besonders innovative Ideen, die nicht in andere Förderprogramme passen. -> Einzelentscheidung
  • Einrichtung einer öffentlichen Energie(spar)beratungsstelle in Zusammenarbeit mit VZ, Handwerkskammer usw

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